Larp: Anidar 4

Nach mehreren Tagen Fußmarsch durch die nebligen Täler des Landes Anidar, sahen wir aus der Entfernung eine prächtige Wasserburg aus dem Nebel empor steigen. Da es zudem noch leicht anfing zu regnen, gingen wir geradewegs auf sie zu, in der Hoffnung gegen Musik etwas zu Essen und eine Übernachtungsmöglichkeit zu bekommen. Ohne zu zögern schritten wir über die Brücke des Flusses und stellten uns den Herrschaften vor. Und wir hatten Glück! In der Taverne der Burg gab es keine Spielleute und so konnten wir sofort loslegen.

Obwohl wir unser bestes gaben herrschte in der Taverne keine gute Stimmung. Alle hatten Angst weil sehr merkwürdige Gestalten in den vergangenen Nächten in der Burg gesichtet worden waren. Man sprach von Vampiren und Untoten, doch wir hatten so etwas weder schon mal gehört noch gesehen. Doch da viel es uns wieder ein! Moira hatte doch schon mal in den verwunschenen Wäldern gegen einen Untoten gekämpft! Er war damals von seinem Grab aufgestanden. Vielleicht hat man hier so etwas gesichtet... Doch dauerte es nicht lange bis wir die Kreaturen auch selber sahen und vergleichen konnten. Sie kamen überall her und versammelten sich im Burghof, wo ihr Herr sie gerufen hatte. Und dann ging die große Schlacht los. Wir versteckten uns hinter der Eingangstür der Taverne und schauten hin und wieder mit Grauen raus. Es hat eine ganze Weile gedauert bis die tapferen Kämpfer der Burg alle Kreaturen getötet hatten, dann es kamen immer neue nach. Doch irgendwann kamen keine mehr und ihr Herr verschwand in einer Rauchwolke. Er war zwar nicht besiegt, doch die Gefahr war jetzt erstmal vorüber. Nun konnten die Burgbewohner und wir in Ruhe in der Taverne feiern und singen. Das sahen insbesondere eine Gruppe Barbaren auch so, die den Namen Bruth-Gorh tragen. Sie tranken und feierten mit uns und sangen aus voller Kehle ihre und unsere Lieder. Obwohl sie eine andere Sprache sprachen, haben wir uns prächtig verstanden, denn die Sprache des Weines ist ja schließlich eine...

Als wir gemerkt haben, dass wir den Leuten eine große Freude mit unserer Musik machten, haben wir uns nicht gescheut sie auch mit unseren anderen Künsten zu beglücken.  Morwan schwang seine Keulen und Andastra ihre Pois. Der Höhepunkt des Abends waren die Feuerpois die Andastra auf den Burghof mit Ruhe aber auch großer Konzentration durch die Luft fliegen ließ.

Wie immer gingen wir zu unseren Betten erst als es schon hell wurde. Gut gesättigt und auch sonst sehr zufrieden schliefen wir an diesem Morgen im nu ein. Der Feind war erfolgreich zurückgedrängt, unsere Musik hat den Leuten gefallen und wir haben wieder ein paar Freunde gewonnen. So sollte es doch jeden Abend sein!