Larp: Conquest of Mythodea 2006
Unsere weitere Reise brachte uns weg von Mittellande, zum neu
entdeckten Land Mythodea, dem Land der Mythen und
Legenden. Atholwin, den wir unterwegs wiedergetroffen haben,
begleitete uns. Als wir in Mythodea ankamen, spürten Andastra
und Morwan, dass die Magie aus dem Land schwand. Morwan fühlte
sich irgendwie unwohl und Andastras Wahrsagekugel funktionierte
nicht mehr. Auch andere Art von Wahrsagen viel ihr schwer. Moira
merkte davon nichts, kein Wunder, denn Magie kann man ja weder
essen, noch trinken, noch glitzert oder funkelt sie.
Dass die Musik nicht auch noch aus dem Land schwand, dafür
sorgten wir. Nach dem wir uns am ersten Abend ausgeruht
hatten, spielten wir am zweiten Abend unser gesamtes Liedgut
einer netten Gruppe von Abenteuerern im Erdlager vor. Sie zogen
seid einem Jahr zusammen durch die Welt und das muss natürlich
mit Musik und Tanz gefeiert werden. So geschah es, dass wir eine
schöne Elfe über die Gewohnheiten ihres eigenen Volkes
aufklärten, als wir das "Elfenlied" sangen! Zu später
Stunde und auch nicht mehr ganz klar im Kopf torkelten wir über
die grubenreichen Felder zurück in unser Lager, das des
Feuers.
Am nächsten Tag gingen wir in die neu gegründete Stadt von
Mythodea. Es gab soviele Tavernen, Waffenschmieden, Kleidermacher,
Badehäuser und Händler allerlei Art, dass wir mehrere
Stunden gebraucht haben bis wir glaubten alles gesehen zu haben. Nur
das Freudenhaus, welches wir haben munkeln hören, dass es geben
soll, sind wir nicht begegnet. Doch welch Glück! Am Ende
unseres Rundganges fanden wir das beste: Moiras Traum-Axt! Da ihr
Schwert ja noch im Spinnennest lag, kaufte sie sich nun die Waffe
ihrer Träume. Festzustellen ob sie die Waffe auch führen
kann hatte sie ja Gelegenheit genug, denn nicht nur die Lager, sogar
die Stadt wurde ständig von Kriegern des Schwarzen Eises
angegriffen, eine Macht, die Herscherin über alle Elemente
werden will.
Da es dunkel wurde und unsere Beine schon schmerzten, setzten wir
uns in eine der Tavernen. Natürlich wählten wir
"Jeffrey's Inn", den einzigen Irish Pub von Mythodea. Als wir dort
saßen und genüßlich einen Kräutertee zum
aufwärmen tranken, lehnte sich plötzlich ein Narrenkopf
schmusend an Andastras Schulter. Erschrocken drehte sie sich
um. Ein Narr hatte sich neben ihr gesetzt, ohne dass sie es bemerkt
hatte, und nun fing er schon an aller Aufmerksamkeit auf sich zu
lenken mit seinen Neckereien. Als er hörte, dass wir Barden
sind, war er hell auf begeistert! Er bettelte solange, dass wir in
seinem Lager bei seinen Gefährten Musik machen, bis wir nicht
anders konnten als nachzugeben. So sangen wir am dritten Abend in
einer Runde im Söldnerlager unsere Lieder. Von den
stimmungsvollsten Saufliedern, bis zu unseren ruhigen
Harfenliedern. Nie hätten wir gedacht, dass die harten Krieger
des Söldnerlagers so sehr von einer Harfe entzückt sein
können! Nichts wollten sie lieber hören, als unsere
sanften Harfenlieder. So ist das eben, wie im Märchen so im
Leben, unter einer harten Platte steckt meistens das zarteste
Herz!
Am nächsten Tag fand dann der bis nach Mittelande berühmt
gewordene Bardenwettstreit statt. Die Taverne "Black Pearl" war wie
erwartet rappel voll mit Barden, Gauklern, Tänzern und allerlei
anderes fahrendes Volk. Mit Herz und Seele und auch etwas Aufregung,
sangen wir aus voller Kehle eins unserer Lieblingslieder: "Nancy
Whisky". Doch alle Gruppen und Einzelbarden waren so gut, dass es
den Juroren sehr schwer gefallen ist jemanden auszusuchen. Wir haben
keinen Preis gewonnen, vielleicht klappt es ja das nächste Mal
wenn wir nach Mythodea kommen. Drückt uns die Daumen!
Kaum war der Wettstreit vorbei, marschierten die Krieger des
Schwarzen Eises ein und forderten uns zur Endschlacht auf. Als sie
Stunden später besiegt worden waren, ihr Herrscher aber
trotzdem an Macht nicht verloren hatte, beschloßen wir, statt
der Einladung ins Luft-Lager nachzugehen in unserem eigenen Lager zu
spielen. Unsere netten Nachbarn haben bei all den Instrumenten die
bei uns am Zelt standen natürlich bemerkt, dass wir Barden sind
und wollten uns auch gerne hören. Mit mehreren Flaschen Met in
den verschiedensten Geschmacksrichtungen kehrten wir von der Stadt
zurück in das Feuerlager. Dort spielten und sangen wir mit
unseren Nachbarn, bis wir voll und der Met leer war. Also gingen wir
mitten in der Nacht doch wieder in die Stadt, und führten unser
Fest dort weiter. Atholwin und Andastra, fingen im Rausch des
Alkohols sich auf einmal so prächtig an zu verstehen, dass sie
vor lauter Lachen kaum mehr singen konnten... Moira, Morwan und die
Nachbarn amüsierten sich dabei prächtig. Am nächsten
Tag segelten wir wieder zurück nach Mittellande, um dort unsere
Suche fortzusetzten.