Feier: Mittelalterlicher Geburtstag
Als wir mit dem Schiff von Mythodea zurück nach Mittellande
segelten, schauten wir uns nach ein wenig Arbeit um. Zum Glück
fanden wir auch recht schnell wieder eine Gelegenheit ein paar
Silbertaler zu verdienen. Der Hausherr einer tief im Wald gelegenen
Burg suchte Spielleute für die Geburtstagsfeier seiner
schönen Gattin. Und da es richtig warm war und die
Sonne am Himmel nur so strahlte, fand die Feier draußen
auf der Wiese statt. Als wir ankamen, waren schon die ersten
Gäste da und das Ferkel hing schon auf dem Spiess. Zwei
große Suppentöpfe standen daneben und dufteten herrlich
nach leckerem Essen. Doch nach dem alle Gäste eingetroffen
waren und einer nach dem anderen ausgiebig begrüsst und der
Gesellschaft vorgestellt wurde, gab es erst einmal reichlich Kaffe
und Kuchen.
Wir spielten im Hintergrund unsere Balladen und sanfte
Harfenlieder. Die Gäste hörten aufmerksam zu und die Frau
des Hausherrn war zutiefst erfreut. Nicht nur wir, die ganze Feier
war nämlich für Sie eine Überraschung. Der Sohn und
die zwei Töchter des Hauses sangen aus unseren
Liederbüchern aus voller Kehle mit. Danach zeigten wir mit
Musikbegleitung unsere Jonglier- und Poikünste. Und da einige
Gäste das auch gerne ausprobieren wollten, leiteten Andastra
und Morwan sie an. Immer wieder fielen die Bälle runter
und verhädderten sich die Poi-Bänder. Aber den Gästen
hat es großen Spass gemacht und uns auch.
Sieben Stunden hat es gedauert bis das Ferkel auf dem Spiess fertig
war. Andastra und insbesondere Moira ist es sehr schwer gefallen so
lange im herrlichen Spiessbratenduft zu warten und nur zugucken zu
dürfen. Wenn es nach uns ginge, hätten wir das Ferkel
bestimmt schon viel
früher
für fertig erklärt! Doch vielleicht hat es sich auch
gelohnt so lange zu warten, denn als es dann endlich serviert wurde
stellten wir fest dass wir noch nie so tolles Essen gegessen haben!
Was für ein Glück für uns, dass der gnädige
Hausherr uns Spielleute auch mit essen lies. Aber nicht nur wir
hatten das Ferkel ins Auge gefasst. Auch die anderen Gäste
haben davon reichlich gegessen, so dass es relativ schnell
verschwunden war. Und natürlich gab es dazu ein großes
Fass Met.
Nach dem wir unseren Hunger und unseren Durst gestillt hatten, war
unser Kopf wieder etwas freier für Musik und auch ein bisschen
Blödsinn. Aus Spass liessen sich Andastra und Moira
für eine Weile
an den Pranger
stellen! Aber dann griffen wir wieder nach unseren Instrumenten und
sangen bis tief in die Nacht unsere lustigen Trinklieder. Immer
wieder wollte eine nette Frau von uns das Lied "Was wollen wir
trinken" hören und sang dann auch selber aus voller Kehle
mit. Doch da das Lied nur drei Strophen hat, war es immer schnell
vorbei. Also dichteten wir für Sie noch schnell drei weitere
Stophen. Inspiriert von diesem gelungenen Fest, erzählen sie
vom Feiern, Met trinken, Tanzen und sogar von einem Ferkel, was
ähnlich wie unseres, sieben Stunden auf dem Spiess
hängt!