Larp: Fürstlicher Krönungsball unter den Sternen
Auf unserer weiteren Reise bekamen wir eine sehr kurzfristige Einladung für einen Krönungsball. Die bestellten Barden konnten doch nicht kommen und so landeten wir ärmeres Volk plötzlich zwischen einen Haufen Adeligen. Ob wir die richtige Lieder für sie haben? Naja, Sauflieder kennen wir ja viele, aber Tanzmusik kannten wir kaum...
Die Feier fand in einer wunderschönen alten Ruine statt. Die
hohen Mauern waren alle erhalten, nur das Dach fehlte und spendete
uns somit warmen Sonnenschein. Auf der rechten Seite gab es sogar
eine Bühne für uns, etwas worauf wir bis jetzt noch nie
gestanden haben. Als wir mit einigen sanften Liedern anfingen, waren
wir vom Klang sehr überrascht. Wir hatten das Gefühl, dass
wir von überall aus gleich gut zu hören sind, als
wären die Wände magisch.
Doch dann bekamen wir auf einmal einen riesigen Hunger. Wir hatten
den ganzen Tag nichts zu essen bekommen und mussten jetzt mitansehen
wie ganz langsam aber sicher die wohlriechenden Speisen auf den
Festmahltisch wanderten. Leider war es aber noch lange nicht
soweit. Doch dann lief eine Magd an uns vorbei, mit einen Korb
voller Brezeln in den Händen, und setzte sich an eine
Tischecke. Nach einigem hin und her überlegen siegte dann der
Hunger und so beichteten wir unsere Magenschmerzen... und bekamen
sofort jeweils eine von den Brezeln, die eigentlich nur als
Dekoration gedacht waren! Als dann irgendwann der Festmahltisch
eröffnet war, rannten Moira und Andastra als erstes hin um sich
etwas zu holen.
Morwan, der immer alle Zeit der Welt hat (kommt das vielleicht
daher, dass er in der Wüste aufgewachsen ist?), setzte sich
eine ganze Weile später zu ihnen an den Tisch. Andastra und
Moira aßen schon ihren zweiten Teller und hatten sich schon
mit der netten Magd und ihrer älteren Mutter über alles
wichtige im Leben unterhalten.
Satt und auch sonst glücklich konnten wir uns jetzt wieder auf die Bühne begeben um Musik zu machen. Die Adeligen hatten gar keine andere Wahl, als unseren verdorbenen Saufliedern zuzuhören, da wir da grad nach dem Essen Lust drauf hatten. Der edle Wein, von dem wir kosten durften, trat bereits in Wirkung.
Vielleicht lag es an unserer stimmungsvollen Musik, denn die Gäste der Gräfin bekamen Lust zu tanzen. Unter Anleitung des Tanzmeisters spielten wir für sie auf. Unermüdlich tanzen sie viele komplizierte Tänze die ebenso komplizierten Namen trugen: Pavane, Allemande, Tourdion usw. Erst als die Sterne hell am Himmel funkelten machten sich die ersten Gäste auf ihren Heimweg und wir beschloßen es ihnen nach zu machen.